am rand liegen fortlaufend momente, eindrücke, informationen, und ich
hebe sie auf; in bild und wort. die fotografien und texte stehen für sich, sind
nicht seriell konzipiert. trotzdem gehören sie zusammen, stehen gleichwertig
nebeneinander, ergänzen sich. bilder beginnen, wo sprache endet, und
umgekehrt. notizen in bild und schrift. einfache zettel mit texten als das,
was sie sind: hilfs- und transportmittel für das sonst unsichtbare wort,
informationsträger zur kommunikation. sprache als material.
zwischen tatsächlich vorgefundenen alltagsszenen, die zunächst banal
erscheinen mögen, spätestens aber durch die bildtitel eine neue weltliche
wahrnehmung zulassen [- dem vergleich kann ich mich nicht entziehen,
er passiert mir einfach: das himmlische im weltlichen sehen, obwohl oder
vielleicht besonders weil mir das religiöse so fern liegt. es ist doch alles hier.],
finden sich wenige inszenierte fotografien, die beschriftete, alltäglich vertraute
gegenstände zeigen, in originalgröße und in einem scheinbaren alltag platziert.
aber irgendwie ist etwas anders, ungewohnt. die gegenstände sind leicht
abgewandelt, kommentieren sich selbst. ein irritationsmoment;
plötzlich rückt das beiläufige, marginale in die mitte.
marginalia
eine variable Installation von Wort und Bild
34 Fotografien | Digitaldruck auf HFA Matt Fibre
56 Zettel mit Texten | Digitaldruck auf Normalpapier
2020-2023 | & ongoing